brusthaare

Dass der Mensch überhaupt noch Körperbehaarung besitzt, ist seiner Abstammung zuzuschreiben. Früher war die Behaarung ein wichtiger Schutz gegen die verschiedensten Umwelteinflüsse. Das ist heute nicht mehr erforderlich. Doch die moderne domestizierte Gesellschaft mit Heizung und der Möglichkeit, sich komplett kleiden zu können, nimmt nur einen winzigen Punkt auf der menschlichen Entwicklungsgeschichte ein. In dieser Zeit hat es die Evolution noch nicht vollständig geschafft, die überflüssige Körperbehaarung verschwinden zu lassen.

Die Brusthaare beim Mann werden in Abhängigkeit vom jeweiligen Kulturkreis als Zeichen der Männlichkeit angesehen oder als störend empfunden. Aus medizinischer Sicht bieten die Brusthaare einen idealen Nährboden für verschiedene Bakterien. Kommen sie mit dem Schweiß zusammen, bilden sie oft äußerst unangenehme Gerüche. Deshalb tendieren heute vor allem viele europäische Männer dazu, sich diese Körperbehaarung zu rasieren oder mit anderen Methoden zu entfernen.

Eine gängige und preiswerte Methode zur Entfernung der Brusthaare ist es, sie zu epilieren, ähnlich wie das die Frauen mit den Haaren an ihren Beinen tun. Beim Epilieren werden die Haare von einer Maschine mit mehreren rotierenden Scheiben ausgezupft. Bei vielen erwischt man die Wurzel gleich, doch bei der Mehrzahl der Fälle werden die Haare am Schaft abgerissen. Dennoch ist das Ergebnis deutlich länger sichtbar als bei einer Rasur.

Ein recht gutes Ergebnis bei der Entfernung der Brusthaare erzielt man mit Heißwachs. Das Wachs wird auf die Haut aufgebracht und schließt beim Abkühlen die Haare ein. Sie kleben regelrecht im Wachs fest. Anschließend wird die Wachsschicht mit einem Ruck entfernt. Die Prozedur ist ziemlich schmerzhaft, bietet aber die Chance, dass ein Großteil der Behaarung für längere Zeit verschwunden ist.

Ein dauerhaftes Ergebnis bei der Bekämpfung der Brusthaare bekommt man bei der Laserbehandlung. Allerdings muss man dafür einige Voraussetzungen erfüllen. Zuerst sollten die Hautpartien möglichst keine Pigmentflecke oder Leberflecke aufweisen. Außerdem muss die Farbdifferenz zwischen Haut und Haaren ziemlich groß sein, wobei die Haare immer dunkler als die Haut sein müssen. Beim Lasern wird durch eine punktuelle Bestrahlung eine Überhitzung der Haarwurzel erreicht. Sie zerplatzt regelrecht und geht für immer unter. Allerdings gehen mit der Laserbehandlung Hautreizungen einher, so dass sie nur vom geschulten Fachmann durchgeführt werden sollte.

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